28
Januar
2014

Notruf-Missbrauch: Spur führt zu 24-Jährigem

Polizei ermittelt wegen eines Notruf-Missbrauchs

Notruf-Missbrauch: Spur führt zu 24-Jährigem

Erst zertrümmerte er die Scheibe des Notrufs in der Tiefgarage und drückte den Knopf, dann nahm die Rettungsleitstelle Würzburg auch noch seinen Anruf entgegen: In der Marktheidenfelder Tiefgarage sei eine Person in einem brennenden Auto eingeklemmt, meldete er.

Ein größeres Aufgebot von Helfern rückte aus – jedoch vergebens. So berichtete die Marktheidenfelder Polizei nach dem Dreikönigsfest von einem Fall von Notruf-Missbrauch. Wie es aussieht, hat sie den Unbekannten mittlerweile ausfindig gemacht. „Wir haben einen dringend Tatverdächtigen", bestätigte Wolfgang Gmelch, Leiter der Polizeiinspektion Marktheidenfeld, auf Anfrage der Main-Post. 

Bei dem Mann, der nachts um 4.55 Uhr den Notruf auslöste, handle es sich um einen 24-jährigen Mann aus dem Altlandkreis Marktheidenfeld.

Erste Frist verstrichen
Dieser sei bereits zur Vernehmung vorgeladen worden. Nachdem er die erste Frist vergangene Woche habe verstreichen lassen, so Gmelch, bekomme er nun eine zweite gesetzt. Lässt er auch diese ungenutzt, geht der Fall an die Staatsanwaltschaft. „Ein Geständnis wäre uns freilich lieber", erklärte der Polizeichef.

Nach Paragraf 145 des Strafgesetzbuches wird der absichtliche oder wissentliche Missbrauch von Notrufen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft.

Dies gilt expressis verbis auch für jene, die vortäuschen, „dass wegen eines Unglücksfalles oder wegen gemeiner Gefahr oder Not die Hilfe anderer erforderlich sei".

 

Kategorien: Pressebereich, Einsatzdienst

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