Jugendwarte aus dem Landkreis bilden sich auf Burg Rieneck fort

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Am Wochenende vom 20.11. bis 22.11.2015 fand wieder das alljährliche Jugendwartseminar der Feuerwehrjugendwarte auf Burg Rieneck statt. Die gemischte Gruppe aus Wiederholern und "Neulingen" reiste am Freitagnachmittag an und bezog ihre Zimmer.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Kreisjugendwart Andreas Wenisch starteten die 28 Teilnehmer mit einem gemeinsamen Abendessen. Anschließend berichtete Frau Ries, Redaktionsleiterin vom Main Echo, über Öffentlichkeitsarbeit in der Presse und stellte die neue Plattform „Unser Echo" vor. Der Abend klang in einer gemütlichen Runde im Feuerwehrhaus Rieneck aus, wo sich die Teilnehmer rege ausgetauscht haben. Am Samstagmorgen starteten die Seminarteilnehmer nach dem Frühstück mit dem Thema „Jugendflamme Stufe I bis III." Nach der Vorstellung der momentanen Richtlinien für die Jugendflammen durch KBI Georg Rumpel wurden die Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt. Jede Arbeitsgruppe behandelte eine Stufe, um in Teamarbeit die jeweilige Stufe zu überarbeiten und sie dem aktuellen Wissens- und Sachstand der Feuerwehren anzupassen. In den jeweiligen Gruppen wurde rege diskutiert und auch sehr gute Ergebnisse erzielt. Die festgehaltenen Ergebnisse werden in einer Richtlinie zusammengefasst, so dass 2016 die Jugendflamme nach dem neuesten Stand durchgeführt werden kann.

Gestärkt durch das Mittagessen, starteten die Teilnehmer mit dem Thema „Webhygiene – Sicher im Netz" durch.

1449090808 20151121 134027Der Referent Holger Weber brachte unter anderem einen Free-WLAN-Hotspot mit, welcher für einige unvorsichtige Nutzer noch zur Falle werden sollte. Doch zunächst wurden die Jugendwarte und –wartinnen sehr eindrucksvoll für die Gefahren, die durch die Nutzung von social media entstehen, sensibilisiert. Dabei konnten diese live miterleben, wie beispielsweise WhatsApp nur augenscheinlich eine private Kommunikation darstellt, oder worauf zu achten ist wenn man Bilder veröffentlicht. Außerdem erklärte er was Big Data ist, wie die Mechanismen und Systeme funktionieren und vor allem, welche Konsequenzen dies für einen selbst hat. So bewies er unter anderem, das Online Händler nicht nur wissen, welches Geschlecht, welche Politische Einstellung, welche ungefähren Körpermaße und welche Hobbys der jeweilige Internetnutzer hat, sondern vor allen Dingen auch, welcher Käufer Klientel er entspricht. So passt Amazon mithilfe sogenannter Tracking-Sites, die die Internetaktivitäten dokumentieren und auswerten, seine Preise individuell an. So kosteten ein paar Schuhe, welche über den gleichen Link zunächst von einem MAC und anschließend einem alten XP-Rechner aufgerufen wurden, deutlich weniger Geld. Nach diesen faszinierenden und gleichzeitig auch schockierenden Einblicken, wurden noch diejenigen entlarvt, die während des Seminars unaufmerksam waren und nebenbei im Internet surften. So konnte Herr Weber die über den WLAN-Hotspot aufgerufenen Websites und generellen Internetaktivitäten den jeweiligen Geräten zuordnen und nur per Mausklick auch auf nicht öffentlich zugängliche Flickr-Accounts zugreifen.

Nach einer kurzen Pause bei Kaffee und Kuchen, begann die Gruppenarbeit im Webhygiene Seminar. Hierbei trugen die Jugendwarte und Jugendwartinnen verschiedene Probleme und Gefahren zusammen, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit entstehen können. Anschließend wurden gemeinsam Lösungen und Verhaltensregeln für eine sichere Nutzung des Internets vereinbart. Diese können auch an die Jugendlichen weitergegeben werden und sollen die Gefahren, etwa durch Missbrauch von Bildern oder vor der Weitergabe brisanter Daten an unbeteiligte Dritte schützen.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Kameradschaft und fand bei offenem Kaminfeuer im rustikalen Rittersaal der Burg statt.
Am nächsten Morgen stellte Kreisbrandrat Manfred Brust aktuelle Themen vor. Zum einen berichtete er über die Einsatzmöglichkeiten des neuen Feuerwehrinformationsanhängers, welcher ab kommendem Jahr den Feuerwehren zur Verfügung steht. Ein weiteres Thema war die MTA-Ausbildung und der Digitalfunk.

Nach der abschließenden Feedbackrunde mit einer durchweg sehr positiven Resonanz, verabschiedeten Kreisbrandrat Manfred Brust und Kreisjugendwart Andreas Wenisch die Teilnehmer und überreichten ihnen ihre Teilnahmebestätigungen.
Der Dank gilt allen Referenten, die das Seminar so interessant und informativ gestalteten, sowie den Jugendwartinnen und Jugendwarten für die rege Teilnahme und Bereitschaft zur Weiterbildung.