PSNV-E | Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte

Immer mehr Feuerwehren erkennen die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Bewältigung belastender Einsätze. Diesem Anliegen möchte der Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart Rechnung tragen.
Darum wurde im Dezember 2015 der Fachbereich 13 PSNV-E in unserem Landkreis ins Leben gerufen. Dieser Fachbereich besteht zur Zeit aus Peers und Seelsorgern. Peers sind ausgebildete Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, die den betroffenen Einsatzkräften nach belastenden Einsätzen zur Seite stehen.

Wir Einsatzkräfte müssen in Einsätzen schnell, gezielt und effektiv handeln. Dafür sind wir ausgebildet, das haben wir trainiert.

Manche Einsätze vergessen wir Feuerwehrfrauen und -männer aber so schnell nicht wieder, wenn die Bilder z. B. besonders grausam oder die Umstände für uns besonders belastend sind. Wenn ihr nach solchen Einsätzen mit wiederkehrenden Bildern, Erinnerungen und Empfindungen zu kämpfen habt, können wir Peers euch helfen, euch unterstützen und „psychologische Erste - Hilfe“ leisten.

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Zeichen außergewöhnlicher Belastung

Welche Ereignisse als besonders belastend empfunden werden, ist individuell sehr verschieden. Bei manchen Einsätzen reicht der Bewältigungsmechanismus des Einzelnen nicht mehr aus. Wenn die Anforderungen zu hoch und die Eindrücke zu belastend sind, kann es zu körperlichen und psychischen Symptomen kommen.

 

Anzeichen akuter Belastung können sein:

  • Anhaltende körperliche Erregung wie Zittern, Schwitzen, Herzklopfen; vor allem in Situationen, die an den Einsatz erinnern
  • Keine innere Ruhe zu finden, leicht reizbar oder schreckhaft zu sein,
  • Keinen erholsamen Schlaf zu finden
  • Erinnerungslücken bezüglich des Einsatzes
  • Häufige Unkonzentriertheit
  • Teilnahmslosigkeit
  • Fehlende Ausgeglichenheit
  • Das Geschehen in Bildern, Gerüchen und Träumen immer wieder zu erleben • Alles vermeiden zu wollen, was in irgendeiner Weise an den Einsatz erinnert und sich damit sozial zu isolieren
  • Niedergeschlagenheit; das Gefühl, keine Freude mehr zu empfinden

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Grenzen unseres Angebots

Wir werden nur auf Anfrage / Anforderung aktiv. Wir arbeiten ehrenamtlich zusätzlich zu unserer eigentlichen Funktion in unserer Feuerwehr. Wir leisten keine Therapie. Wo medizinische oder psychotherapeutische Hilfe notwendig erscheint, verweisen wir an entsprechende Fachstellen.


 

Wir suchen weitere Kameradinnen und Kameraden!

Wenn euch das Thema interessiert und ihr euch vorstellen könnt, im PSNV-Team mitzuarbeiten, dann meldet euch doch bei uns zu einem Informationsgespräch.

Ihr könnt gerne mit dem Fachbereichsleiter Bernd Brönner Kontakt aufnehmen, oder schreibt uns eine E-Mail an folgende Adresse:

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ihr solltet ein paar Jahre Einsatzerfahrung haben und bereit sein, euch fortbilden zu lassen.
Neue Teammitglieder müssen mindestens den einwöchigen PSNV-Grundlehrgang absolvieren.