Nach stundenlanger Suche – Vermisster Angler tot aus Wasser geborgen

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KREUZWERTHEIM, LKR. MAIN-SPESSART. Im Rahmen groß angelegter Suchmaßnahmen haben Taucher am Samstagvormittag einen toten Angler aus dem Main geborgen. Der 61-Jährige war seit den Nachtstunden im Bereich der Mainschleuse vermisst. Der Mann hatte dort zusammen mit einem Bekannten ein Biwak aufgeschlagen und geangelt. Als er dann plötzlich verschwunden war, musste dessen Begleiter erst fünf Kilometer weit laufen, bis er jemanden traf, mit dessen Handy ein Notruf abgesetzt werden konnte. Nach stundenlanger Suche entdeckten Taucher die Leiche des 61-Jährigen im Wasser.

DSC 0991Die beiden Männer aus Künzelsau hatten in der Nacht zum 1. November am Mainufer ein Biwak aufgeschlagen und dort geangelt. Einer der beiden Männer war dann eingeschlafen und hatte, als er zwischen 01.00 und 02.00 Uhr wieder aufwachte, etwas im Wasser treiben sehen. Als er seinen Bekannten wecken wollte, musste er feststellen, dass dieser nicht da war. Es spricht vieles dafür, dass es sich bei dem, was im Oberwasser der Schleuse Eichel trieb, um den 61-jährigen Begleiter des Zeugen handelte.

Nachdem er selbst nicht helfen konnte und auch kein Handy dabei hatte, war der Mann danach gut fünf Kilometer zu Fuß unterwegs, bis er auf jemanden traf, der für ihn kurz vor 03.00 Uhr einen Notruf absetzen konnte. Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken leitete danach sofort eine große angelegte Rettungsaktion ein, an der sich neben der Polizei auch die Freiwilligen Feuerwehren Marktheidenfeld, Kreuzwertheim, Wertheim und Bettingen, der Rettungsdienst, Tauchergruppen aus Lohr und Marktheidenfeld, die DLRG und die Wasserrettung Marktheidenfeld/Lohr/Karlburg beteiligten.

Auch ein spezielles Sonarboot war im Einsatz, mit dem der Bereich des Oberwassers der Schleuse abgesucht wurde. Allerdings dauerte es dann bis gegen 08:45 Uhr, bis es Gewissheit wurde, dass der Vermisste nicht mehr am Leben war. Taucher fanden mit Unterstützung des Spezialbootes die Leiche des 61-Jährigen. Der Tote wurde danach von der Feuerwehr ans Ufer gebracht.

Herzlichen Dank allen Einsatzkräften für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.

Die weiteren Ermittlungen führt jetzt die Kriminalpolizei Würzburg.

 

Update: 06.November 2014

Toter Angler obduziert - Keine Hinweise auf Fremdverschulden

KREUZWERTHEIM, LKR. MAIN-SPESSART. Der am Samstagfrüh aus dem Main geborgene Leichnam eines 61-jährigen Anglers ist am Mittwoch obduziert worden. Dabei ergaben sich hinsichtlich der Todesursache keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.

Wie berichtet, war der Mann aus Baden-Württemberg am frühen Samstagmorgen von einem Angelkollegen vermisst worden. Der hatte erst einige Kilometer zu Fuß zurücklegen müssen um Hilfe zu holen, weil er kein Handy hatte. Nach umfangreichen Suchmaßnahmen fanden Taucher den Vermissten dann tot im Main.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hatte dann eine Obduktion des Verstorbenen angeordnet, die am Mittwoch durchgeführt wurde. Bei dieser gerichtsmedizinischen Untersuchung wurden keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gefunden.

 

Audio O-Ton von der PI Würzburg: Karl-Heiz Schmitt