Vier Verletzte aus Kindergarten gerettet

1413736111 IMG 1731Die Aufgabe für die Wehren und das BRK: „Rauch im Kindergarten Karbach; es werden vier Personen vermisst." Vier Minuten nach Alarmierung war die örtliche Wehr dort und baute über die Ortswasserleitung vor der Kirche zwei Löschwasserleitungen auf. Um 19.12 Uhr folgte die Wehr Roden, die sich um eine Wasserförderstrecke vom Dorfbrunnen über 120 Meter Entfernung und über 64 Stufen kümmerte. Anschließend trafen die Kameraden aus Zimmern, Birkenfeld und Marktheidenfeld ein. Die schwierigste Aufgabe: die Drehleiter auf dem schweren Fahrzeug mehrere hundert Meter rückwärts durch das enge „Kist" bis zum Kindergarten bugsieren.

 

Aus den oben gelegenen Räumen des Kindergartens riefen die „Vermissten" lautstark um Hilfe. Ein Birkenfelder Angriffstrupp übernahm Uhr unter erschwerten Bedingungen ihre Rettung aus den total verqualmten Räumen. Das Treppenhaus konnte in diesem Szenario nicht benutzt werden. Der erste Gerettete kam kurz darauf über die Drehleiter in die Obhut des BRK. In einer realistischen Zeit hatten die Wehrleute an allen Löschpunkten ausreichend Wasser an den Rohren. Inzwischen hatte das örtliche BRK mit Rettungssanitäter Mathias Müller und Einsatzleiter Alexander Frings mit elf Helfern in der Nähe einen Verbands- und Sammelplatz eingerichtet. Die Verletzungen, so Müller, wurden richtig erkannt, die Verletzten aus dem Gefahrenbereich gebracht, adäquat erstversorgt und für den Abtransport in die Krankenhäuser vorbereitet. Um 19.45 Uhr war die Einsatzübung beendet.

1413736189 IMG 1739Nur kleine Mängel
Bis auf kleine Mängel bei der Rettungen zeigten sich KBI Werrlein und KBR Brust mit der Arbeit der Wehrleute zufrieden. Die Atemschutz-Kommunikation und die Erkundung des Objektes durch die jeweiligen Gruppenführer, hätten besser sein können.

Die Führungskräfte dankten allen Übungsteilnehmern von BRK und FFW und meinten, dass die Bevölkerung angesichts der benachbarten Hilfsorganisationen im Ortsbereich gut schlafen könne: „Wir brauchen die gut praktizierte Nachbarschaftshilfe und sind gut gerüstet für den Ernstfall", sagte die Feuerwehrführung übereinstimmend. Erfreulich war auch der Einsatz der Feuerwehrjugend, die exakt nach Dienstvorschrift eingesetzt werden durfte.

Schließlich luden Bürgermeister Bertram Werrlein und Kommandant Arnold Herrmann alle Beteiligten zu einer Brotzeit ins Feuerwehrhaus ein.