Lehrgang für Träger von Chemikalienschutzanzügen

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Die Freiwilligen Feuerwehren Gemünden, Karlstadt, Marktheidenfeld und Lohr sowie die Werkfeuerwehren Bosch Rexroth und Gerresheimer Glas in Lohr verfügen über besondere Schutzanzüge. Werden bei Transportunfällen oder anderen Schadensereignissen giftige oder sonst gefährliche Stoffe frei, müssen die Einsatzkräfte im direkten Gefahrenbereich mit Schutzanzügen ausgerüstet werden, die gegen diese Stoffe resistent sind. Das Atemschutzgerät wird dabei im Anzug getragen, die Einsatzkraft ist von der Umgebung luftdicht isoliert. Zur Verständigung untereinander und mit dem Führungsdienst wird ein Funkgerät im Anzug getragen. Die mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) ausgerüsteten Kräfte arbeiten im abgesperrten Bereich und haben als Aufgabe Auffangen, Abdichten oder Umfüllen des gefährlichen Stoffes. Die Menschenrettung steht hierbei immer im Vordergrund.

Bisher haben die Feuerwehren ihre Gefahrguteinsatzkräfte in eigener Regie ausgebildet. Bei einem Gefahrgutunfall werden jedoch mehrere Feuerwehren eng zusammen arbeiten müssen, da eine Einheit allein die umfangreichen Aufgaben nicht bewältigen kann. Eine einheitliche klare Vorgehensweise ist daher unumgänglich.

Vom Atemschutzausbildungsteam des Landkreises Main-Spessart werden einmal jährlich Feuerwehrleute aus den vorgenannten Feuerwehren bei der Feuerwehr Lohr ausgebildet. Träger des Lehrganges ist der Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart. Teilnahmevoraussetzung ist ein abgeschlossener Lehrgang „Träger von Atemschutzgeräten". Der 9-stündige Grundlehrgang „Träger von Chemikalienschutzanzügen" baut darauf auf.

1414408278 20141011 160513Im Lehrgang wurden Aufbau, Funktion und Eigenschaften der bis zu 4.000 Euro teuren Anzüge vorgestellt. Insbesondere das Anlegen des Anzuges ist sehr zeitintensiv und muss trainiert werden. Stiefel und Handschuhe sind gasdicht am Anzug angebracht. Im Kopfteil verfügt der Anzug über eine große Sichtscheibe. Die Atemluft aus dem Pressluftatmer, der im Rucksackteil des Anzuges getragen wird, entweicht beim Ausatmen über die Atemschutzmaske in den Anzug und danach über Ausatemventile in die Umgebung. Das Klima im Anzug wird dabei zunehmend belastender, der Luftverbrauch ist entsprechend hoch. Die Einsatzzeit eines CSA-Trupps ist daher stark eingeschränkt, sie beträgt in vielen Fällen weniger als 20 Minuten.

Bei der praktischen Ausbildung wurden nach Gewöhnungsübungen handwerkliche Arbeiten trainiert. Unter anderem wurden Flüssigkeiten mittels luftbetriebener Membranpumpe umgefüllt, Flanschverbindungen am Übungstank repariert und Personen aus Gefahrenbereichen gerettet.
Bei der Abschlussbesprechung kam durchwegs ein positives Feedback sowohl von den 10 Teilnehmern als auch von den Ausbildern. Ausbildungsinhalte als auch Zeitrahmen haben gepasst, werden aber zum nächsten Lehrgang nochmal optimiert.

Ausbildungsleiter, Kreisbrandmeister Joachim Mantel übergab am Ende des Tages die Teilnahmebestätigungen und überbrachte die Grüße des verhinderten Kreisbrandrates Manfred Brust. Der Lehrgang ist Teil des neuen ABC-Konzeptes des Landkreises Main-Spessart.

Als Ausbilder von der Feuerwehr Lohr wirkten mit: Steffen Heilmann, Sebastian Mademann, Aljoscha Holitzka und Jürgen Väthjunker. Die Verpflegung wurde vom Atemschutzteam organisiert.

Rexroth

Weigand

Roland

Rexroth

Durchholz

Stefan

Marktheidenfeld

Schumann

Frank

Marktheidenfeld

Brod

Johannes

Gemünden

Schwertfeger

Christoph

Gemünden

Weidling

Christian

Karlstadt

Arndt

Felix

Karlstadt

Brust

Tobias

Lohr

Hübner

Michael

Lohr

Wieprecht

Kai