Übung im Lengfurter Zementwerk

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Am 25. September fand im HeidelbergCement Werk eine Übung der freiwilligen Feuerwehren des Marktes Triefenstein und Tiefenthal statt.

 

Simuliert wurde ein Schwelbrand in einer Lagerhalle der Kunststoffanlage im oberen Bereich des Werkes. Drei Freiwillige wurden zu Verletzten geschminkt und im Übungsgebäude untergebracht. Diese galt es später von den Atemschutzträgern zu finden und zu retten.

Um 16:45 wurde von den Verantwortlichen Alarm ausgelöst. Schon nach zwölf Minuten waren die ersten Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Trennfeld und Tiefenthal in der Halle und konnten sich einen Überblick verschaffen. Die Nachfolgenden Wehren aus Rettersheim, Lengfurt und Homburg sicherten in einer sogenannten Riegelstellung das umliegende Gelände. Hauptsächlich galt es, die anliegende Lösemittelanlage zu kühlen.

 

Des Weiteren war es Kreisbrandinspektor Bertram Werrlein wichtig, dass neue Wege der Wasserversorgung im Brandfall getestet wurden. Diese waren die Wasseraufbereitungsanlage der HeidelbergCement AG, sowie ein 40.000 Liter fassender Tanker, der in heißeren Monaten im Steinbruch genutzt wird, um die Wege nass zu halten, aber auch im Ernstfall genutzt werden könnte. Zudem wurde Wasser aus der Zisterne entnommen. Nach etwa 45 Minuten war alles unter Kontrolle, der Schwelbrand erstickt und die Verletzten geborgen. KBI Werrlein entschied kurzfristig die Atemschutzträger der FFW Tiefenthal noch etwas zu fordern und ließ einen Feuerwehrmann einen Kreislaufzusammenbruch simulieren, der ebenfalls aus dem Rauch gerettet wurde.

Im Ernstfall wird zur Sicherheit mit einem Radlader die zerkleinerten Kunststoffteile noch einmal auseinandergezogen, um eventuelle Glutnester zu finden.

 

Bei einer kurzen Nachbesprechung in der Kantine bedankte sich KBI Werrlein für die gute Teilnahme an der Übung, an der 52 Einsatzkräfte, davon 19 Atemschutzgeräteträger vor Ort waren und seinem Kreisbrandmeister Thomas Baumann für die Hilfe bei Planung und Durchführung. Auch Triefensteins zweiter Bürgermeister Werner Thamm lobte die Feuerwehren für ihren Einsatz. Dem schloss sich auch Lengfurts Werksleiter der HeidelbergerCement AG Michael Becker an. Er freue sich, wenn die Feuerwehren auch in Zukunft nur zum Üben kämen.