Großeinsatz bei der BayWa in Marktheidenfeld

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Übung: Flammen loderten keine, die Verletzten waren nicht echt – dennoch machten die Marktheidenfelder Feuerwehren ihren Job so, als wäre die Gefahr reell. Damit zeigten sie: Für den Ernstfall sind sie gewappnet.

Das Szenario klang realistisch: „Feuer im Maschinenraum des Silohauses bei der BayWa in Marktheidenfeld. Mehrere Personen werden vermisst." – Zum Glück war es kein Ernstfall, sondern nur eine Übung, zu der die Feuerwehren aus Marktheidenfeld und den Stadtteilen Glasofen, Marienbrunn, Zimmern, Michelrieth und Oberwittbach am Samstag per Funk gerufen wurden. Doch die Einsatzkräfte gingen so professionell ans Werk, als wären tatsächlich Menschen in Gefahr.

1446497816 DSC 4737Als sie auf dem Übungsgelände in der Eltertstraße angekommen waren, erhielten die etwa 65 Feuerwehrleute im Bereitstellungsraum ihre Arbeitsaufträge. Zunächst ging es darum, die Wasserversorgung von den Maradies-Seen bis zum Einsatzort herzustellen. Zu diesem Zweck wurde eine etwa 600 Meter lange Förderstrecke entlang des Heubrunnenbaches, am Gymnasium vorbei über die Karbacher Straße verlegt.

Unterdessen machten sich die ersten Atemschutzgeräteträger der Stadtfeuerwehr auf den Weg in den Maschinenraum des Silohauses, der auf etwa 20 Metern Höhe liegt. Ungefähr 15 Minuten nach der Alarmierung wurde die erste Person gefunden und ins Freie gebracht. Dort wurde sie den Rettungssanitätern übergeben, damit diese sich um die Erstversorgung kümmern.

Eine andere Gruppe der Feuerwehr brachte die Drehleiter am Silohaus in Stellung, eine weitere suchte nach den übrigen Vermissten. Die angrenzenden Hallen, in denen mehrere Tonnen Gefahrstoffe lagern, wurden vorsichtshalber mit einer Riegelstellung geschützt. Diese wird aufgebaut, um das Übergreifen eines Feuers auf einen anderen, noch nicht brennenden Bereich zu verhindern.

1446497816 DSC 4737Nach rund 40 Minuten war die Übung beendet. Die angenommenen Flammen waren gelöscht, die Vermissten gerettet. Als alle Gerätschaften wieder an ihren angestammten Plätzen waren, kamen sämtliche Einsatzkräfte zu einer gemeinsamen Übungsnachbesprechung zusammen.

Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder und Kommandant Michael Rohm bedankten sich bei den Feuerwehren für die geleistete Arbeit bei der Übung. Es habe sich wieder einmal gezeigt, dass Mensch und Gerät hervorragend harmonieren und das Miteinander aller Wehren reibungslos funktioniere, sagte Schmidt-Neder. Rohm lobte die Mannschaft für deren herausragendes Engagement – nicht nur bei der aktuellen Einsatzübung, sondern im gesamten Jahr. Zum Abschluss gab es für alle Beteiligten eine zünftige Brotzeit im Floriansstüberl der Hauptwache.