Training der Rettungshundestaffel BRK-MSP auf der Atemschutzübungsanlage bei der Lohrer Feuerwehr

DSC02070

Lohr. Die Hunde der Rettungshundestaffel des Bayerischen Roten Kreuzes Main-Spessart müssen in ihrer Ausbildung immer wieder in schwierigem Gelände trainiert werden. Als Trainingsparcours wurde diesmal die Atemschutzübungsanlage bei der Feuerwehr Lohr ausgewählt. Auf der Anlage trainieren eigentlich die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren aus dem Landkreis Main-Spessart, warum nicht aber auch einmal die Rettungshunde unter erschwerten Bedingungen.

Kreisbrandmeister Joachim Mantel, Leiter der Atemschutzanlage, sowie Thore Colhoun und Jutta Steiner, die Ausbilder der Rettungshundestaffel, stimmten sich ab und erstellten ein Ausbildungsprogramm für einen Ausbildungsabend im Mai.

Je nach Ausbildungsstand der Hunde fand das Begehen der Anlage bei Dunkelheit oder Dämmerlicht statt. Für Mensch und Tier war es eine Herausforderung über Leitern, Schrägen und Hindernisse zu klettern. Hundeführer und Hunde, die unangeleint in die Anlage gingen, mussten die Herausforderung gemeinsam bewältigen. Auch wenn es den Hunden teilweise möglich gewesen wäre, sich leichter durch Engpässe zu schlängeln, benötigten sie doch bei der Überwindung von Aufstiegen und Rohrdeckeln teilweise die Unterstützung durch ihre menschlichen Partner. Deutlich war der unterschiedliche Ausbildungsstand der Hunde zu erkennen. Erfahrene Hunde bewältigen recht cool und lässig die Hindernisstrecke bei Dunkelheit. Junge Hunde hingegen waren teilweise recht aufgeregt und benötigten beruhigende Worte und mehr Unterstützung. Das Meistern solcher „Problemstellungen" fördert das Teamgefühl und die Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer ungemein und geben Sicherheit und Vertrauen im Realeinsatz.

Am Ende waren alle acht Hundeführer mit den Leistungen der insgesamt neun Hunde zufrieden. Es war sowohl für die Hundeführer als auch für die Hunde eine außergewöhnliche Übung. Alle waren sich einig solche Übungen zu wiederholen und das Angebot der Ausbildung zu nutzen.

Auch für die Feuerwehr war es eine interessante Abwechslung: Dort wo sonst das Zischen der Pressluftatmer zu hören ist, zeigte das Bellen der Hunde an, hier wird heute anders trainiert.