17-mal Gold, 16-mal Silber und ein Ehrenkreuz in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Main-Spessart

Am Sonntag, 08. Mai 2017 fand der Inspektionsehrentag des Inspektionsbereiches Lohr in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr Frammersbach statt. Geehrt wurden aktive Feuerwehrdienstleistende für ihre 25-jährige bzw. 40-jährige Dienstzeit.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste, zu denen unter anderem die Landtagsabgeordneten Günther Felbinger, Georg Rosenthal zählten, sowie der Danksagung an den 1. Bürgermeister Frammersbachs Christian Holzemer und der Feuerwehr Frammersbach für die zur Verfügungstellung der Räumlichkeiten, begann Harald Merz Kreisbrandinspektor des Inspektionbereiches Lohr, seine Laudatio mit den Worten „Ehre, wem Ehre gebührt".

Er freue sich, dass an der Tradition festgehalten werde verdiente Feuerwehrkameradinnen und -kameraden auf Inspektionsebene zu Ehren. Es sei nicht selbstverständlich sich für Andere einzusetzen ohne zu fragen. Er hob hervor, dass Feuerwehrfrau oder -mann für viele kein Hobby mehr sondern eine Berufung sei, immerhin hieße es 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für einen Alarm bereit zu sein, für Menschen in Not und Gefahr, nicht selten für solche in Lebensgefahr. Aber es sei ja nicht nur der Einsatz sondern auch die vielen Stunden an Ausbildung die der Feuerwehrdienstleistende auf sich nehmen müsse. „Feuerwehrler leisten mehr als andere für das Gemeinwohl" so Merz.

Kurz erwähnte er die Veränderungen von damals und heute. Von offenen Anhängern zum hochtechnologisierten Feuerwehrfahrzeug, vom Einsatzschwerpunkt Brandbekämpfung hin zur technischen Hilfeleistung. Diese Veränderungen verlangten eine stetige Fortbildung. Auch der gesellschaftliche Wandel, die veränderte Altersstruktur verlange einiges von den Feuerwehren. Hier forderte Merz die Politik und die Kommunen auf, die ehrenamtlichen Helfer nicht aus dem Blick zu verlieren. Es wäre kaum bezahlbar müsse man den Brand- und Katastrophenschutz durch hauptamtliche Einsatzkräfte übernehmen.

Er dankte den zu Ehrenden für ihre Hilfe am Nächsten unter Zurückstellung der eigenen persönlichen Interessen. Sein Dank galt aber auch den Partnern und den Arbeitgebern ohne deren Unterstützung eine solche Leistung nicht denkbar wäre.

Im Anschluss hielt auch Kreisbrandrat Peter Schmidt eine Dankesrede. Er brachte zum Ausdruck, das die Anwesenheit aller Ehrengäste ein Zeichen von Anerkennung für die gebrachten Leistungen der zu Ehrenden sei. Er gab allerdings auch zu verstehen, dass er hoffe, dass die Aktiven die Ehrung nicht zum Anlass nähmen um in den Ruhestand zu treten. Er bedankte sich dafür, dass diese ihre Freizeit zum Wohle der Mitbürger opferten.

Die politischen Ehrengäste waren sich in Ihren Reden ziemlich einig. Sie stellten einhellig fest, dass der freiwillige Dienst am Nächsten gerade im Bereich Brandschutz unentbehrlich, dass die geleistete Arbeit nahezu unbezahlbar sei. Auch sie bedankten sich bei den zu Ehrenden und wünschten ihnen stets ein gesundes Heimkommen nach Einsätzen.

Polizeihauptkommissar Stefan Preisendörfer überbrachte die Glückwünsche der Polizeiinspektion Lohr a.Main und bedankte sich für die stets gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Michael Nätscher überbrachte die Glückwünsche des THW und wies daraufhin, dass die Feuerwehr nicht nur die älteste Brandschutzorganisation sei, sondern zugleich auch die älteste Umweltschutzorganisation. Immerhin nehme sie auch viele Aufgaben rund um den Umweltschutz war. Hier führte er die Beseitigung von Ölspuren sowie Müllsammelaktionen der Jugendfeuerwehren exemplarisch auf.

Neben den Ehrungen für 25 und 40-jährigen Aktiven dienst wurde auch ein Feuerwehr-Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Main-Spessart verlieren. Wiesthals erster Kommandant Achim Thomas wurde als Dank und Anerkennung für seine Dienste in der freiwilligen Feuerwehr Wiesthal dieses Abzeichen verliehen. Er trat 1984 in die Jugendfeuerwehr Wiesthal ein, 1996 wurde er zum stellvertretenden und 2001 zum Kommandanten und 1. Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Federführung wurde das Feuerwehrgerätehaus umgebaut, eine Frauengruppe und eine Kinderfeuerwehr gegründet. Auch bei der Beschaffung zweier Feuerwehrfahrzeuge war er maßgeblich beteiligt. Überörtlich ist er als Schiedsrichter und Mitglied der Unterstützungsgruppe tätig.
Text: Feuerwehr