Neuhütten. Am Sonntag, 31. Mai 2026, wurden im Pfarrheim in Neuhütten zahlreiche Feuerwehrdienstleistende aus dem Inspektionsbereich Lohr für 25, 40 und 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt.
Kreisbrandinspektor Harald Merz begrüßte die geladenen Gäste gegen 10 Uhr gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Steigerwald. In seiner Ansprache stellte Merz die Ehrungen zunächst in einen zeitlichen Zusammenhang und blickte auf weltpolitische, gesellschaftliche sowie einsatzbezogene Ereignisse der Jahre 2000, 1985 und 1975 zurück.
Im Anschluss überbrachte die stellvertretende Landrätin Pamela Nembach die Grüße und den Dank des Landkreises Main-Spessart. Gemeinsam mit Kreisbrandrat Florian List, Kreisbrandinspektor Harald Merz und Gebietskreisbrandmeister Dominik Brühl überreichte sie die Urkunden und Ehrenkreuze an die Geehrten.
Für Harald Merz selbst war es ebenfalls ein besonderer Tag: Er wurde nicht nur für 40 Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Wiesthal ausgezeichnet, sondern von seinen Inspektionskollegen auch für 25 Jahre Engagement in der Kreisbrandinspektion geehrt. Diesen Dank gab Merz unmittelbar an die anwesenden Feuerwehrkameradinnen und -kameraden weiter. Viele der Geehrten seien bekannte Gesichter und langjährige Wegbegleiter, ohne deren Einsatz und Unterstützung zahlreiche Erfolge nicht möglich gewesen wären.
Kreisbrandrat Florian List würdigte im Anschluss die besonderen Leistungen der Feuerwehrdienstleistenden. Dabei hob er insbesondere jene Kameraden hervor, die für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet wurden – ein Engagement, das er als „Lebenswerk“ bezeichnete. Die Ehrung für 50 Jahre aktiven Dienst beschrieb List als „Vermächtnis“ und Ausdruck einer außergewöhnlichen Verbundenheit zur Feuerwehr.
In den abschließenden Grußworten dankte Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann den Feuerwehrdienstleistenden für ihren unermüdlichen Einsatz. Simon Lichtinghagen, Ortsbeauftragter des THW Lohr, überbrachte die Grüße der weiteren Blaulichtorganisationen im Landkreis.
Mehrere Redner machten deutlich, welch hohe Bedeutung die Ortsfeuerwehren nicht nur im Katastrophenschutz, sondern zunehmend auch wieder im Bereich der zivilen Verteidigung haben. Nach Jahren des Stillstands und teilweise auch des Rückbaus habe der Zivilschutz durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine leider wieder deutlich an Bedeutung gewonnen. Vielerorts würden deshalb erneut Strukturen und Konzepte aufgebaut, um auf unterschiedlichste Szenarien vorbereitet zu sein.
Passend dazu brachte Simon Lichtinghagen die Gemeinsamkeiten von Zivil- und Katastrophenschutz auf den Punkt: „Im Zivilschutz machen wir das Gleiche wie im Katastrophenschutz – nur die Ursache ist eine andere.“ Worte, die nicht nur als Dank für das bisher Geleistete verstanden werden können, sondern zugleich als Ansporn, diesen Weg weiterzugehen – und als Mahnung, die Bedeutung leistungsfähiger Hilfsorganisationen nicht aus dem Blick zu verlieren.
Nach einem gemeinsamen Fototermin ließen die Geehrten und Gäste den Vormittag bei Weißwurst und Brezeln in geselliger Runde ausklingen.








