Steinfeld – Hitze, Trockenheit und Wind – eine gefährliche Kombination, die in den Sommermonaten immer häufiger zu großflächigen Vegetationsbränden führen kann. Um für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein, trafen sich am 13. August 2025 die Feuerwehren aus Steinfeld, Hausen, Waldzell, Urspringen, Stadelhofen und Ansbach zu einer großangelegten Flächenbrandübung. Rund 113 Einsatzkräfte trainierten dabei den koordinierten Einsatz unter realistischen Bedingungen. Geplant und geleitet wurde die Übung vom 2. Kommandanten der Feuerwehr Steinfeld, Markus Mertel, in enger Abstimmung mit der Kreisbrandinspektion.
Die Übung war in drei Stationen unterteilt, die theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen miteinander verknüpften. Zum Auftakt gab es eine kompakte Einführung in die Organisation und die wichtigsten Grundregeln der Vegetationsbrandbekämpfung. Unterstützt wurde dieser Abschnitt durch den Gerätewagen Messtechnik aus Wombach, der mithilfe einer Drohne eindrucksvolle Luftbilder der gesamten Übungsfläche lieferte.
An der zweiten Station rückte das Verhalten von Bränden in unterschiedlichem Gelände in den Fokus. Die Einsatzkräfte konnten live beobachten, wie sich Feuer bergauf und bergab unterschiedlich schnell ausbreitet. Ergänzend wurden bewährte Löschtechniken demonstriert und direkt umgesetzt – eine Gelegenheit, die Handgriffe unter kontrollierten Bedingungen zu perfektionieren.
Den Höhepunkt bildete die dritte Station: Auf einer vorbereiteten Fläche wurden Strohmaden entzündet, um einen realistischen Vegetationsbrand zu simulieren. Innerhalb weniger Augenblicke fraßen sich die Flammen durch das trockene Material – ein eindrucksvolles Beispiel für die enorme Geschwindigkeit, mit der sich solche Brände ausbreiten. Die Feuerwehrleute setzten das zuvor Gelernte sofort in die Tat um, löschten die Flammen gezielt und achteten zugleich auf die Sicherung von Rückzugswegen sowie auf das taktische Beobachten der Brandentwicklung.
Nach dem Löschen aller Brandstellen und dem Abbau der Übungsflächen folgte eine abschließende Nachbesprechung. Neben der Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse gab es Dankesworte an alle Beteiligten. Besonders hervorgehoben wurde der Einsatz von rund 15 Landwirten, die mit Wasserfässern und Grubbern entscheidend zur Sicherstellung des Brandschutzes beitrugen.
Mit dieser Übung setzten die Feuerwehren ein starkes Zeichen: Gute Vorbereitung, abgestimmte Zusammenarbeit und praktische Erfahrung sind der Schlüssel, um im Ernstfall schnell, sicher und effektiv handeln zu können.








