Gemünden, 18. Juli 2026 – Der Unwetterzug der Feuerwehren aus dem Inspektionsbereich Gemünden führte am Samstag eine umfangreiche Stationsausbildung am Feuerwehrhaus in Gemünden durch. Rund dreieinhalb Stunden lang trainierten die Einsatzkräfte den Umgang mit verschiedenen Geräten und Einsatztechniken, die insbesondere bei Hochwasser-, Starkregen- und Unwetterlagen von großer Bedeutung sind.
Die Ausbildung war in fünf Stationen gegliedert, die von den Feuerwehren des Unwetterzuges eigenverantwortlich vorbereitet und betreut wurden. Ziel war es, vorhandenes Wissen zu vertiefen, neue Einsatzmittel kennenzulernen und die Zusammenarbeit innerhalb des Unwetterzuges weiter zu stärken. Im Rotationsverfahren durchliefen alle Feuerwehren sämtliche Stationen und erhielten so einen umfassenden Einblick in das gesamte Ausbildungsspektrum.
An der ersten Station standen die theoretischen Grundlagen des Hochwasserschutzes im Mittelpunkt. Thematisiert wurden unter anderem der Deich- und Sandsackverbau, der Einsatz von Wathosen sowie wichtige Grundlagen zu Hochwasserlagen, Sturzfluten und Starkregenereignissen.
Die zweite Station widmete sich den verschiedenen Geräten und Materialien für den Lenzbetrieb. Neben der Vorstellung der im Unwetterzug vorhandenen Nasssauger wurden deren Einsatzmöglichkeiten erläutert und praktisch demonstriert. Darüber hinaus trainierten die Teilnehmer den Umgang mit Tauchpumpen, Wasserstrahlpumpen sowie Wasserschiebern und Wasserschluckern.
An der dritten Station wurde die Beladung des mobilen Gerätesatzes Hochwasser vorgestellt. Die Einsatzkräfte erhielten einen umfassenden Überblick über die vorhandene Ausstattung und übten insbesondere die Inbetriebnahme und Handhabung der Mini-Chiemsee-Schmutzwasserpumpen.
Im praktischen Teil der vierten Station stand das Thema Sandsäcke im Mittelpunkt. Neben dem manuellen Befüllen von Sandsäcken mit einfachen Hilfsmitteln wurde auch die landkreiseigene Sandsackfüllanlage vorgestellt. Diese wurde durch den ABC-Zug Main-Spessart präsentiert. Dabei wurden ihre Funktionsweise und die Möglichkeiten zur schnellen und effizienten Befüllung größerer Mengen an Sandsäcken erläutert.
Die fünfte Station befasste sich mit einer mobilen Flutbarriere. Die Teilnehmer konnten den Aufbau des Systems verfolgen und dessen Funktionsweise im praktischen Einsatz kennenlernen. Gerade bei kurzfristig eintretenden Hochwasser- und Starkregenlagen bieten solche Systeme wertvolle Möglichkeiten, um Gebäude und wichtige Infrastruktur zu schützen.
Die Stationsausbildung wurde erstmals für den neu zusammengestellten Unwetterzug Gemünden durchgeführt. Unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Benjamin Egert und Kreisbrandmeister René Street wurde ein abwechslungsreiches und praxisnahes Ausbildungskonzept erarbeitet, das gezielt auf die Aufgaben und Anforderungen des Unwetterzuges abgestimmt war.
Durch die praktische Ausbildung konnten zahlreiche Einsatzmittel intensiv beübt und wichtige Handgriffe gefestigt werden. Gleichzeitig bot der Ausbildungstag eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Feuerwehren. Damit wurden sowohl die Zusammenarbeit als auch die Einsatzbereitschaft für zukünftige Unwetterlagen weiter gestärkt.
Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Feuerwehren, den Ausbildern und Stationsverantwortlichen sowie allen Helferinnen und Helfern, die mit der Vorbereitung, Durchführung und dem gemeinsamen Abbau der Ausbildungsstationen zum Gelingen des Ausbildungstages beigetragen haben. Das große Engagement aller Beteiligten trägt entscheidend dazu bei, dass der Unwetterzug auch künftig für anspruchsvolle Einsatzlagen bestens vorbereitet ist.




























