Ein Waldbrand zwischen Gemünden und Adelsberg hat am Montagabend zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Main-Spessart über mehrere Stunden gefordert. Rund 130 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer in unwegsamem Gelände – unterstützt durch Drohnen, ATVs und eine umfangreiche Löschwasserversorgung.
Ein größerer Waldbrand zwischen Gemünden und Adelsberg hat am Montagabend zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Main-Spessart über mehrere Stunden gefordert. Gegen 18.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Waldabteilung „Kräutel“ alarmiert, nachdem dort ein Bodenfeuer festgestellt worden war.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte zeigte sich, dass sich der Brand auf eine Fläche von rund 14.000 Quadratmetern beziehungsweise etwa 1,5 bis 2 Hektar ausgebreitet hatte. Betroffen waren vor allem der Waldboden, Laub, Sträucher sowie ein im betroffenen Bereich liegender Holzstoß. Ein Übergreifen der Flammen auf die Baumkronen konnte verhindert werden.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der abgelegenen Lage im Wald besonders schwierig. Die Einsatzstelle war für Feuerwehrfahrzeuge nur eingeschränkt erreichbar, sodass die Einsatzkräfte rund 200 Meter Fußweg in unwegsamem Gelände zurücklegen mussten. Material und Ausrüstung mussten dabei in den betroffenen Bereich getragen werden. Zur Brandbekämpfung kamen unter anderem sechs D-Rohre, ein C-Rohr, Faltbehälter sowie spezielles Waldbrandwerkzeug zum Einsatz. Die Löschwasserversorgung wurde unter anderem im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt.
Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass das Feuer im Wald nur schwer zu lokalisieren war. Offene Flammen und eine deutliche Rauchentwicklung waren selbst auf der Anfahrt kaum erkennbar. Deshalb wurde die Erkundung des Geländes durch geländegängige ATVs unterstützt. Zudem kam ein Drohnenteam zum Einsatz, das die betroffene Fläche aus der Luft überwachte und den Einsatzkräften gezielt Bereiche aufzeigen konnte, in denen weitere Nachlöscharbeiten erforderlich waren.
Insgesamt waren rund 130 Einsatzkräfte von etwa 20 Feuerwehren aus dem Landkreis Main-Spessart im Einsatz. Unterstützt wurden die Feuerwehren durch das Bayerische Rote Kreuz, die Polizei sowie den zuständigen Stadtförster.
Der Einsatz dauerte bis in die Nacht an und konnte gegen 2 Uhr beendet werden. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.














